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| 99 Tipps für den
erfolgreichen Nebenerwerb. Vom Minijob bis zur freiberuflichen
Teilzeitselbständigkeit Cornelsen, Berlin 2007 € 16,00 198 Seiten ISBN 978-3-58923577-3 |
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"Absolut empfehlenswert
für jeden,
der sich im weiteren
freiberuflichen
Bereich selbständig machen möchte"
Bundesverband der freien Berufe
der freie
Beruf - Bundesverband der Freien Berufe
* * * * unentbehrlich
(FAZ
- Hochschulanzeiger Nr. 88, 2007)
Besonderer Vorteil des Buches ist es, dass Massow
mit seinen Ausführungen nie im Allgemeinen bleibt, sondern sehr konkret
beschreibt, welche Konsequenzen, etwa arbeits- oder steuerrechtlicher
Art, die Freiberuflichkeit hat. Diese Konkretheit könnte dafür sorgen,
dass von vornherein die eine oder andere Illusion zerstört und ein böses
Erwachen verhindert wird.
Focus
Online
Der Freiberufler-Atlas ist ein sehr umfassender
Ratgeber und damit wirklich eine große Hilfe beim Schritt in die
Selbständigkeit.
Literature - Das Literaturportal

Spätestens seit Nokias Werkschließungsbeschluss
vom 15. Januar 2008 in Bochum, mit dem über 2000 Menschen ihren
sichergeglaubten Arbeitsplatz trotz gigantischem Unternehmensgewinn von
7,3 Mrd. Euro über Nacht verloren, hat es sich auch bis zu den letzten
nibelungentreuen Arbeitnehmern herumgesprochen: Selbst ein gesunder
zukunftsorientiert arbeitender Betrieb mit hochflexibler Belegschaft ist
längst kein Garant mehr für einen sicheren Arbeitsplatz. Vielmehr
erweist sich heutzutage das Wagnis, sich selbständig zu machen,
oftmals als zukunftsträchtigere Alternative zu einer
Festanstellung. Nehmen Sie an, es gelingt Ihnen eine erfolgreiche
Existenzgründung mit 10 Kunden. Dann stehen Sie wirtschaftlich
womöglich bereits besser da, als viele Arbeitnehmer: Denn verlieren Sie
ein oder zwei Ihrer 10 Kunden, mag Sie das wirtschaftlich vielleicht
hart treffen, wohl aber kaum ruinieren. Verlieren Sie hingegen als
Arbeitnehmer ihren Arbeitgeber, büßen Sie von heute auf morgen Ihre
komplette Existenz - quasi ihren einzigen "Auftraggeber" - ein, und
riskieren damit, nach sechs bis zwölf Monaten ALG I-Bezug
(abhängig von mindestens 12 bis 24 Monaten Anwartschaft) in Harzt IV
abzurutschen. So betrachtet, erweist sich paradoxerweise die unsicherere
Selbständigkeit mittelfristig für Leute mit entsprechendem
Know-how häufig als sicherer als ein sicher geglaubter Job mit
Karrierepotential in einem Großunternehmen. Kurzum: Wer fachlich gut
ist, entsprechende Persönlichkeitsvoraussetzungen mitbringt und
eine zündende, individuell realistische Geschäftsidee findet, kann seine
wirtschaftlich-berufliche Zukunft vielfach nachhaltiger sichern als
unter der Obhut eines Arbeitgebers.
Denn die Unkalkulierbarkeit der
Arbeitsplatzsicherheit nimmt in vielen Großunternehmen weiter zu. Das
zeigt auch einmal mehr der jüngste Fall Siemens: Der Technologiekonzern
hat prächtig verdient - trotzdem, so berichtet die Frankfurter Rundschau
(Thomas Magenheim) vom 27. Januar 2010, will Konzerchef Löscher
Tausende Stellen zur Gewinnpflege abbauen.
Man erinnere sich: Galt ein Arbeitsplatz bei
Siemens einstmals wie eine dreimal so gut bezahlte "Beamtenstelle", so
werden seit einigen Jahren selbst die Positionen hochqualifizierter
Mitarbeiter immer unsicherer. Vor allem Nachwuchstalente müssen
häufig mit erheblich schlechteren Bedingungen ihre - zumeist befristeten
Zeitverträge - abschließen. Ihre berufliche Zukunft? Sehr
ungewiss!
Zu diesem Buch
Natürlich ist es längst nicht immer die Angst vor
Jobverlust oder Arbeitslosigkeit, die Menschen aus ihrer existentiellen
Not heraus in die Freiberuflichkeit drängt, immer häufiger machen sich
Menschen selbständig, weil sie nicht oder nicht mehr entsprechend ihrer
Qualifikationen, Interessen oder Lebensziele in den allgemeinen
Arbeitsmarkt passen oder weil sie auf ein Jobnomadendasein einfach
keinen Bock haben.
Welche Gründe zum Gründungsentschluss im Einzelfall auch immer führen:
Wer sich selbständig machen will oder muss, hat hierzu ganz
verschiedene Möglichkeiten, wobei, um es einmal vorweg zunehmen, die
Freiberuflichkeit wohl die schnellste und preiswerteste Art ist, sich
unabhängig zu machen. Ideal kann es sein, wenn man oder bereits parallel
zum Studium bzw. aus der Arbeitslosigkeit heraus den Einstieg findet, um
nicht von heut auf morgen komplett ins kalte Wasser springen zu
müssen. Aber auch mit einer freiberuflichen Mitarbeit kann man sofort
starten, und erhält sofort ein Honorar, ohne zuvor groß investieren zu
müssen. Es gibt also ganz verschiedene Einstiegsmöglichkeiten,
selbstbestimmt zu arbeiten. Dieses Buch will Ihnen helfen, einen
Überblick zu erhalten.
Dabei erfahren Sie alles über Formen freier
Tätigkeiten nach EStG, HGB und GewO, über die Einstufungskriterien für
Katalogberufe ähnliche Berufe, Tätigkeitsberufe und Abfärbung, über den
Einstieg als gewerblicher Freiberufler, als Freelancer, im Klein- und
Reisegewerbe, als Marktverkehrstreibender etc. sowie über die
vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten vertraglicher Vereinbarungen von
freier Mitarbeit, Dienstverträgen, von den Werkverträgen über Urheber-
und Lizenzverträge bis hin zu Handelsvertreter- und Kaufverträgen unter
Berücksichtung der Schuldrechtsreform.
Zudem erfahren Sie, wie man den Gründungszuschuss (anstelle der
Ich-AG-Förderung) erhält, trotz oder wegen Hartz IV gründen und
selbständig bleiben kann, wie man sich gegen den Verdacht der
Scheinselbständigkeit wehrt, die Vermutung einer Beschäftigung widerlegt
und vorbeugen kann, seitens der Sozialversicherungsträger unerwartet vom
freien zum abhängigen Mitarbeiter umgestuft zu werden. Weitere Themen
sind: das neue Alterseinkünftegesetz, Pflegeversicherung von
Selbständigen, Riester-Zulagen und Absetzbarkeit von
Altersvorsorgebeträgen nach Rürup. Fragen zur Finanzierung, Förderung
und Kreditantrag nach Basel II, Kundengewinnung und Kalkulation sind
weitere Punkte.
Die Nennung von über 700 Job- und Geschäftsideen mit der Angabe, ob
diese freiberuflich, als Gewerbe, in freier Mitarbeit und/oder
ausschließlich in abhängiger Beschäftigung ausgeübt werden können, sowie
die Adressen aller Freiberufsverbände runden das Werk für den
erfolgreichen Einstieg als Einpersonenunternehmer ab.